Monday, 6. october 2008 1 06 /10 /Okt. /2008 16:47

Die Reise

Als ich am Flughafen „La Guardia“ in New York angekommen war, überkam mich dann das erste mal das komische Gefühl, dass ich jetzt wirklich ganz alleine bin und mir niemand mehr helfen kann. Rückblickend auf ein super Wochenende mit Freunden in New York bekam ich eine sehr gute Laune, die noch verstärkt wurde durch den Gedanken gleich für ein Jahr nach Kolumbien abzureisen.

Schnell durch den Flughafen durchwetzen und rein in den Flieger nach Miami, dem Zwischenlandeplatz. In Miami angekommen habe ich sogar ein Mädel aus Kolumbien kennengelernt, ein prima Start. Sie kommt sogar aus Bogotá und studiert in einer Uni, die nur fünf Blocks entfernt von meiner Uni ist. „Welch ein Glückpilz du doch bist Thomas Quandt“, dachte ich bei mir und verlor zwei Stunden danach ihre Kontaktdaten und war dazu verdammt sie nie wieder zu sehen, war ja klar.

 

Willkommen in Bogotá

Schließlich in Bogotá angekommen wurde ich von zwei Kolumbianern in Empfang genommen. Einer von beiden ist der Bruder einer Kolumbianerin die ich in Kufstein kennengelernt habe und der andere war sein Chauffeur. Die beiden und auch der Rest der Familie „Salcedo“ ha ben mir ganz besonders am Anfang das Leben sehr leicht gemacht. Schnell war auch eine neue Wohnung für mich gefunden, die vielleicht nicht besonders schön gelegen ist, aber dafür sehr praktisch ist. Der nächste große Supermarkt ist eine Minute zu Fuß entfernt und zur Bushaltestelle die exklusiv nur die Studenten meiner Hochschule befördert sind es zwei Minuten zu Fuß. Besser hätte ein Leben in Kolumbien gar nicht anfangen können.  Am Anfang haben mir die Umstände ein wenig zu schaffen gemacht. Nachts kommen die Bettler und Müllsammler aus ihren Quartieren und durchsuchen den Hausmüll bei mir vor dem Block. Teilweise sind diese Personen drogenabhängig und stehen deswegen unter Drogeneinfluss. Einmal wollte mir jemand meine Kopfhörer klauen, das habe ich jedoch nicht zugelassen und somit wurde er in seinem Drogenrausch extrem aggressiv und hat viele Drohungen in schnellem Spanisch ausgesprochen die ich nur halb verstehen konnte. Als er mich angreifen wollte, konnte ich mich ins Gebäude flüchten, das war mein Glück, man weiß nämlich nie ob der Gegenüber nicht im Besitz eines Messers ist.

 

Erste Probleme

Der erste richtige Tag in Kolumbien war angebrochen und ich musste mich sofort auf den Weg zur Uni machen, meine erste Vorlesung hatte begonnen und damit auch mein erstes von zwei Auslandssemestern in Kolumbien. Die Uni ist malerisch schön, über der Stadt gelegen, somit atmet man hier klarerer Luft, allerdings auch kältere und dünnere Luft. Dadurch bedingt, dass Bogotá bereits eine Höhe von 2.600 Metern hat, studiert man an der Politecnico Grancolombiano auf ca. 2.800 Metern.  Wenn man morgens die Treppen zum jeweiligen Unterrichtsgebäude hinaufläuft, macht man bereits richtigen Sport.

Ebenfalls durch die Tatsache bedingt, dass die Luft in Bogotá eine weitausschlechtere Qualität hat als die in Deutschland oder Österreich, hat sich das auf mein Immunsystem ausgewirkt. Es ist zusammengebrochen.

Nach drei Tagen bekam ich eine Grippe und war außer Gefecht.  Nachdem die Grippe auskuriert war, bekam ich eine Mandelentzündung und hierauf folgte wieder eine Grippe. Insgesamt dauerte das 14 Tage. Nach Ablauf dieser 14 Tage bekam ich fürchterliche Zahnschmerzen, so wie ich sie noch nie in meinem ganzen Leben gehabt habe. Genau das war es, was ich immer vermeiden wollte, einen Besuch beim Zahnarzt in Kolumbien. Nun hatte ich allerdings keine andere Wahl mehr, denn alles war mir jetzt lieber als weiterhin mit diesen Zahnschmerzen herumzulaufen. Beim Zahnarzt angekommen war die Diagnose auch schnell gefällt „Da muss ne Wurzelbehandlung gemacht werden!!!!“ Prima.

An dieser Stelle muss ich wirklich Lob an der kolumbianischen Ärzteschafft lassen. Alle Ärtze die ich in diesem Land aufgesucht habe waren wirklich kompetent und günstig. Der Zahnarzt bei dem ich die Wurzelbehandlung hab durchführen lassen war dazu super ausgestattet. Er hatte sogar einen Flat screen über dem Behandlungsstuhl, so dass ich währenddessen „I am Legend“ gucken konnte. 

 

Aber auch die Zeit meiner Krankheiten in Kolumbien ging vorbei. Schließlich war ich wieder gesund und konnte schmerzfrei zu Uni gehen. Nun kam mein nächstes großes Problem. Ich hatte kein Geld, und obwohl mir meine Großeltern neues Geld auf mein kolumbianisches Bankkonto gesendet hatten, kam das Geld nicht an. Jetzt stand ich da, mit 50.000 $ Pesos in der Tasche die ca. 17 Euro wert sind. Damit kommt man auch in Kolumbien nicht weit. Eine Lösung musste her.

Wie es der Zufall wollte, fand ich an meiner Universität heraus, dass ein Mädchen aus Uruguay, die ebenfalls an dem Austauschprogramm teilnimmt, noch eine Wohnung sucht. Ich habe mir die Kontaktdaten von ihr geben lassen, sie angerufen und sie ist noch am selben Tag eingezogen. Das Mädchen mit dem Namen Bettina ist wirklich etwas Besonderes. Noch nie in meinem ganzen Leben habe ich einen Menschen kennengelernt der mir so dermaßen auf die Nerven geht. Sie sieht absolut fürchterlich aus, sie schnarcht (wir mussten im selben Zimmer schlafen) und die gibt ständig irgendwelche Laute von sich. Zum Glück hatte sie Geld und konnte mir den Anteil an der Miete gleich geben, so dass ich wieder flüssig war. Gegen das schnarchen war auch bald eine Lösung gefunden, denn ich hatte mir Ohrenstöpsel mitgenommen die ich jede Nacht getragen habe.

Bezüglich meines Geldes habe ich meine Großeltern gebeten, mir nochmals Geld zu senden. Diesmal jedoch über Western Union, und nicht über die Sparkasse Münden. Der Tag an dem das Geld angekommen war, war einfach unbeschreiblich für mich. Jetzt waren es schon sechs Wochen die ich in Kolumbien war, und das erste Mal in dieser Zeit hatte ich mein eigenes Geld. Auch Bettina zog daraufhin aus und ich hatte meine Wohnung wieder für mich.

 

Es hätte kaum noch schöner kommen können, allerdings gab es auch diesmal wieder ein Ereignis was meine Freude zum Erliegen brachte, nämlich die Familie. Seit meiner Abreise ging es mit meinem Opa (der mich damals adoptiert hat, also mein Zieh-Vater) steil bergab. Er hatte Wasser im Kopf, wurde operiert aber das half auch nichts. Mittlerweile war sein Zustand derart schlecht, dass er nicht mehr laufen konnte. Meine Oma muss jetzt alles alleine machen, auch viele Sachen die er früher gemacht hat und von denen sie keine Ahnung hat. Ich kann auch nicht helfen weil ich in Kolumbien bin, also musste auch hier eine Lösung her. Die einzige Lösung die es hierfür gab, war meinen Platz in Kolumbien aufzugeben. Aus diesem Grund hat meine Fachhochschule in Kufstein, mich für einen neuen Platz zum nächsten Semester in Barcelona nominiert. Das Abenteuer Kolumbien endet somit am 25. November wenn mein Flieger wieder nach Europa fliegt.

Auf der einen Seite ist es schade, weil mein Leben in Kolumbien momentan super verläuft. Ich habe keine signifikanten Probleme mehr, die Uni macht Spaß, die Kolumbianer sind umgänglich und sehr freundlich und Bogotá ist bei weitem nicht so gefährlich wie oftmals von Hollywood Filmen wie „Mr. and Mrs. Smith“ propagiert wird.

Auf der anderen Seite bin ich froh zumindest während eines Semesters hier gewesen zu sein und jetzt noch ein weiteres Auslandssemester in Barcelona vor mir zu haben. Barcelona soll eine wunderschöne Stadt sein, es ist wärmer als in Bogotá und ich bin wieder in Europa und kann mich mit den Angelegenheiten in meiner Familie auseinandersetzen. Meine Großeltern haben mich jetzt mittlerweile 25 Jahre unterstützt und ohne deren Hilfe hätte ich es nicht mal bis zum Abitur geschafft. Nun ist es an mir Ihnen so gut wie möglich zu helfen, deswegen kommen die langen Ferien (von Ende November bis Ende Februar) sehr gelegen, weil ich hierdurch sehr viel Zeit in Hann. Münden verbringen kann.

 

Ekuador

Noch in Kufstein hatte ich ein Mädchen aus Ekuador, mit Namen Gabriela kennengelernt. Sie hatte sich in Kufstein eine Verletzung am Knie zugezogen und ich habe ihr damals viel geholfen indem ich mit ihr in Krankenhäuser gefahren bin um für sie zu dolmetschen etc.  Im Laufe der Zeit sind wir gute Freunde geworden und haben viele Sachen miteinander erlebt. Sie hat mich sogar dreimal während meines Praktikums bei H&N in Münden besucht. Zum Schluss hatten wir uns aus den Augen verloren, das einzige was ich wusste war, dass sie einen Studienplatz für ein Master Studium an der „Sorbonne“ in Paris bekommen hatte.

Wie der Zufall wollte, war Gabriela ebenfalls in Südamerika nämlich in Ekuador um ihre Familie zu besuchen. Sie schrieb mir eine Mail, buchte mir einen Flug und schon war ich in Quito angekommen. Wir hatten nur vier Tage Zeit, aber wir haben eine Menge gemacht. Wir haben Vulkane besucht, wir waren übers Wochenende am Pazifik, in den Bergen und wir haben uns verliebt. Nach vier Tagen bin ich wieder nach Kolumbien zurückgeflogen. Der Plan zwischen Gabriela und mir war ab da, dass sie mich auf ihrem Weg nach Frankreich, in Kolumbien besuchen kommt, ein paar Tage bei mir bleibt und sie dann weiter nach Paris fliegt.

Aus dem Plan wurde jedoch nichts. Plötzlich hatte sie Ausreiseverbot und konnte nirgendswohin. Der Grund war, dass sie noch keinen Bachelor Titel hat und ihre Uni in Quito sie nicht gehen lassen wollte. In Ekuador laufen die Sachen nun mal anders als in Deutschland. Zum Glück konnte ihr Vater einen Kompromiss in die Wege leiten, so dass Gabriela zwar direkt nach Frankreich reisen konnte, aber vor ihrem Abflugdatum das Land nicht verlassen durfte. Ein komischer Deal, in Europa nahezu unvorstellbar, aber in Ekuador und Südamerika nicht allzu abwegig.

So kam es, dass ich ein zweites Mal nach Ekuador geflogen bin. Diesmal hatte ich sogar eine ganze Woche frei und bin für neun Tage dort geblieben. Auch diese Reise war sehr schön. Wir haben wieder viele Ausflüge gemacht, ich war bei einer Familienfeier ihrer Familie anwesend, ein Priester hat mir den Segen gegeben und die Familie nennt mich jetzt „Santa Thomas“. Passt ;-)!!!

 

Der Cotopaxi und mein Weg zum Himmelsstürmer

Gabriela war mittlerweile schon auf dem Weg nach Paris und ich war noch in Ekaudor geblieben weil ich die Natur des Landes auskosten wollte. Ich hatte ein festes Ziel: Den höchsten aktiven Vulkan der Welt besteigen. Das ist der Cotopaxi, welcher 150 Kilometer südlich von Quito liegt und 5.898 Meter misst. Um mich darauf vorzubereiten wurde ich von Gabrielas Onkel (einem Bergführer) trainiert. Am ersten Tag musste ich über eine Hochebene rennen die auf ca. 3.700 Metern liegt. Am selben Tag wollten wir den ersten Trainingsberg mit Namen „Fuya Fuya“ besteigen. Leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir konnten den 4.200 Meter hohen Gipfel nicht erreichen.

Am zweiten Tag, bekam ich einen speziellen Bergführer. Es war ein Indígena (also ein Ureinwohner) der bestens mit der Natur der Berge in Ekuador vertraut ist. Ein wirklich eindrucksvoller Mensch. Mit ihm bin ich auf den 4.600 Meter hohen „Imbabura“ gelaufen und geklettert. Noch nie in meinem ganzen Leben war ich auf einem Berg der so hoch ist. Auch in den Alpen gibt es kaum Möglichkeiten derart hohe Berge zu besteigen, ich war stolz – mein Training war abgeschlossen und ich konnte auf den Cotopaxi gehen.

 

Der Tag war schließlich gekommen. Ich hatte alles was man zur Besteigung eines solchen Berges braucht. Eispickel, Spikes für die Schuhe, meinen Schlafsack fürs Basislager, Seile und Sauerstoff falls einem die Puste ausgeht.

Der Aufstieg zum Cotopaxi ist in zwei Etappen unterteilt. Man geht zuerst ins Basislager und übernachtet dort. Danach geht man hinauf zum Gipfel. Die meisten Bergsteiger die es bis zum Gipfel schaffen, wollen sich den Sonnenaufgang anschauen, deswegen besteigt man den Berg ab Mitternacht. Den Sonnenaufgang am Gipfel des Cotopaxi habe ich niemals gesehen. Das Basislager liegt bereits auf 5.000 Metern und das führte dazu, dass ich bereits in der Nacht der Höhenkrankheit zum Opfer gefallen bin und meine Tour abbrechen musste. Ich bin noch Nachts wieder vom Basislager abgestiegen und somit war die Tour zum höchsten, aktiven Vulkan der Welt beendet. Jedoch alleine der Aufenthalt am Basislager war sehr beeindruckend. Man hatte einen wunderbaren Blick auf das nächtliche Quito und man war den Sternen ein Stück näher gekommen. Die Kälte auf 5.000 Metern (obwohl es am Ecuador liegt) war unglaublich. Sicher kamen die Einflüsse der Höhenkrankheit dazu, aber dennoch habe ich in meinem ganzen Leben noch niemals so gefroren. (Auf dem schneefreien Bild, sieht man den Cotopaxi noch besser, das hab ich jedoch aus dem Internet gezogen)

Den restlichen verbleibenden Tag in Ecuador habe ich noch mit der Familie von Gabriela verbracht und bin am darauffolgenden Tag wieder abgereist. Das war dann wahrscheinlich das letzte Mal in Ekuador, zumindest für die nächste Zeit.

 

 Wieder in Kolumbien und neue positive Erlebnisse

Ja, Kolumbien hat nicht nur negative, sondern auch viele positive Aspekte. Erlebnisse wie Überfälle und Raub kann man auch in jeder Europäischen Großstadt erleben, dafür muss man nicht unbedingt die weite Reise nach Kolumbien antreten. Das wohl positivste in diesem Land ist die Warmherzigkeit der Menschen die einem hier über den Weg laufen. Viele der Kolumbianer sind im allgemeinen freundlich sehr aufgeschlossen und hilfsbereit. Dazu kommt ein im Durchschnitt niedriges Preisniveau. Um ein paar Beispiele zu geben: Ein Karton mit zwölf Dosen Bud Light kostet ca. 3,50. Das sind umgerechnet 30 Cent pro Dose. Eine Schachtel Zigaretten kostet hier ca. 80 Cent, das Bier in der Kneipe kostet (in meinem Viertel) ca. 65 Cent und ein Essen im Restaurant kostet ca. 5,- €. Man lebt hier wirklich günstig was auf jeden Fall ein Vorteil ist.

Die Produkte in Kolumbien sind ebenfalls sehr interessant. Durch die Vielfalt der Produkte und deren Preisniveau ist es zum Beispiel sehr günstig und sehr lecker sich gesund zu ernähren. Hier gibt es Früchte, die ich noch nie in meinem ganzen Leben gesehen habe und die ich auch sehr vermissen werde, wenn ich wieder in Europa bin.

 

Das Niveau an der Uni ist nicht besonders hoch. Die Fächer sind jedoch interessant und letzten Endes lerne ich nicht nur das, was an der Uni unterrichtet wird, sondern ich lerne ebenfalls ein gutes Spanisch zu sprechen. Ferner lerne ich das Land, die Bräuche, Tänze und die Leute kennen. Seit neustem unterstütze ich die Uni bei Englisch Vorlesungen die ich teilweise übernehme. Leider sind es nur noch acht Wochen bis zum Ende des Semesters, deswegen lohnt sich kein Vertrag mehr. Aber zumindest macht es Spaß, es macht einen guten Sinn und die Uni stellt mir ein Zertifikat über meine Aktivitäten an der Universität aus. Das kann niemals verkehrt sein, sowas kann man immer noch gebrauchen.

 

So meine lieben, das war´s fürs Erste. Ich hoffe der Einblick in meine letzten zweieinhalb Monate hat euch gut gefallen. Sobald es neues, erwähnenswertes gibt, trage ich es wieder hier ein und sage euch Bescheid.

Bis dahin!

 

Euer Thomas

von Haurenhuber
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Sunday, 5. october 2008 7 05 /10 /Okt. /2008 00:57

Ich gebe zu, es hat ein bischen gedauert, bis ich mich schließlich meinem Blog widmen konnte, aber dafür gibt es jetzt auch umso mehr zu erzählen.


Wie ihr ja alle wisst bin ich nicht direkt nach Kolumbien geflogen, sondern habe davor noch einen kleinen Zwischenstopp in New York gemacht um mich mit meinen Freunden aus Kufstein ein letztes Mal, vor unserem Auslandsjahr, zu treffen.

Wir hatten nur ein Woche nende in New York aber das Wochenende war der Wahnsinn. Jedem, der noch nicht da war,  kann ich einen Besuch in dieser Stadt nur nahelegen. Ich habe   noch niemals zuvor meine Zeit an einem Platz mit einem derart hohen Freizeitwert verbracht. Man kann wirklich alles in New York machen, sei es sich eines der Konzerte im Central Park anzusehen, shoppen zu gehen, oder in eines der vielen Museen. In so einer Stadt kann man 100 Jahre leben und man hat längst  nicht alles gesehen. Ausserdem lohnt sich ein Besuch in New York speziell wenn der Euro / Dollar kurs günstig für Europäer ist.  In diesem Fall kann man sich ein Ticket nach New York buchen und sämltiche Shopping Aktivitäten für die nächsten zwei Jahre  erledigen. Durch den günstigen Kurs amortisieren sich fast die kompletten Kosten für den New York Aufenthalt und man hat weniger Stress wenn man wieder daham ist.

 

Ich bin am Freitag um 23:00 Uhr Mündener Ortszeit  (16 Uhr NY) angekommen und dann wurde sofort das erste Begrüßungbier getrunken und die darauf folgenden zehn anderen Begrüßungsbiere. An unserem ersten Abend sind wir in der wohl schäbigsten Spilunke in ganz NY gelandet, in einer Karaokebar. Das war gleichzeitig die erste Berührung mit Karaoke. Es war einfach schrecklich... Die Bar war mit zehn Leuten gefüllt, die alle wirklich scheiße gesungen haben. Bei dem Gedanken, dass man seinen einzigen Freitagabend in NY in so einer Spilunke verbringt, treibt einen fast in den Wahnsinn. Aber immerhin waren wir vier Freunde zusammen. Genau das war das Ziel der Reise und ausserdem konnte es ab dem Freitag abend nur noch besser werden. --> Wurde es allerdings erstmal nicht.....

Am Samstag bin ich schwerstverkatert an einem Ort aufgewacht, an dem ich nicht aufwachen wollte. Es war zwar das Haus wo mein Freund Walter wohnte, allerdings nicht seine Wohnung. Aus lauter Frust  über den Freitag Abend bin ich mit einer Gastarbeiterin aus Rumänien mitgegangen. Sie war echt nett, aber sie hat sich auch am nächsten Morgen gleich nach dem Aufstehen drei Zigaretten angezündet, ich bekomme Bauchschmerzen bei dem Gedanken daran....

Am Samstag haben wir die typischen Sachen gemacht die man als Touri in NY gemacht haben muss. Wir waren auf dem Time Square und haben uns die verschiedenen Hochhäuser angesehen. Shoppen und eine echt New Yorker Pizza essen und zum Abend waren wir unterhalb einer der drei großen Brücken und haben Fotos von der Skyline gemacht. Am Abend sind alle ausser mir weggegangen, ich war noch zu fertig vom Jetlack und von den anderen aktivitäten in NY. Leider, denn der Abend soll ziemlich lustig gewesen sein und ein super Ausgleich für den vorhergegangen Tag.

Immerhin war ich für den Sonntag (mein letzter Tag in NY) fit und konnte den Central Park mit meinen Freunden und einem herrlichen Wetter erkunden. Der Centralpark ist auf jedenfall einen Besuch wert, der Freizeitwert der einem ganz besonders hier geboten wird ist enorm und die Straßenkünstler sind um einiges besser als mancher teurer Entertainer hierzulande.

So ging meine Zeit in New York zu Ende. Am Abend folgte noch eine lustige Runde mit den beiden Jungs, einem Franzosen und der Julia und am nächsten Tag ging es auf Richtung Kolumbien.

 
Letztenendes waren die Aktivitäten in New York super, jedoch waren die meisten Leser dieses Blogs wahrscheinlich eh schonmal in New York, ausserdem gibt es viele andere Reiseberichte die sich mit der Stadt befassen.
von Haurenhuber
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